Gert Zech

Gert Zech

Künstler, Autodidakt, Bildwelt zwischen Art Brut, Linie und innerer Notwendigkeit

Das Werk von Gert Zech umfasst rund 1.400 Gemälde, tausende Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken und Plastiken. Über Jahrzehnte entwickelte der 1937 geborene Künstler eine eigenständige Bildsprache - geprägt von intensiver Farbe, reduzierter Form und der unmittelbaren Kraft der Linie.

Eine späte Entdeckung

Im Frühjahr 2024 führte ein Hinweis zu einem bisher kaum bekannten Künstler aus dem Raum Stuttgart: Gert Zech. Bei einem Besuch in Ebersbach an der Fils zeigte sich ein außergewöhnliches Werk - hunderte farbige Arbeiten, tausende Skizzen, eigene Gedichtbände, Plastiken und eine umfangreiche Bibliothek aus Kunst, Literatur und Philosophie.

Gemeinsam mit der Familie Zech entstand daraus der Entschluss, das Werk zu erfassen, kunsthistorisch einzuordnen und erstmals in größerem Zusammenhang sichtbar zu machen.

Der Künstler

Gert Zech

Gert Zech, geboren 1937, arbeitete über Jahrzehnte weitgehend abseits des etablierten Kunstbetriebs an einem umfangreichen Werk aus Malerei, Zeichnungen, Aquarellen, Druckgrafik und Plastiken.

Porträt von Gert Zech

Leben

Biografische Eckdaten

1937Geboren in Eislingen an der Fils.
KindheitAufgewachsen bei Pflegeeltern; frühe künstlerische Impulse durch den malenden Pflegevater.
ab ca. 1952Autodidaktische Beschäftigung mit Malerei.
1960er-JahreKontinuierliches Malen und Zeichnen neben der beruflichen Tätigkeit in der Industrie.
1980er-JahreZech entdeckt zusätzlich das Schreiben und verfasst Gedichte.
1990er-JahreErste Aufmerksamkeit durch Sammler und Ausstellungen.
2024Beginn der systematischen Erfassung, Fotodokumentation und kunsthistorischen Bearbeitung.
2026Veröffentlichung des Werkverzeichnisses.

Aus Werk und Gespräch

Gert Zech in eigenen Worten

„Die normale Malerei, so wie jeder malt, das hat mich nicht interessiert."

Gert Zech, zitiert in der kunsthistorischen Einordnung

„Mein Wille ist, so zu sein, wie ich will."

Aus dem Gedicht Ich will

„Gedanken haben einen Sinn! Oder sind sinnlos?"

Aus einem Gedicht von Gert Zech

Kunsthistorische Einordnung

Zwischen Art Brut, Nachkriegsavantgarde und eigener Bildwelt

Text: Frau Dr. Hoge

Frühjahr 2026

Das Gesamtwerk von Gert Zech lässt sich als konsequent aus einem inneren Bedürfnis heraus entwickelte, autodidaktische künstlerische Position beschreiben. Sein Werk steht zwischen individueller Ausdruckskunst, Einflüssen der europäischen Nachkriegsavantgarde und der Nähe zu Konzepten der Art Brut.

Die Linie

Viele Arbeiten entstehen aus einer fließenden, unmittelbaren Linie - spontan, reduziert und zugleich expressiv.

Der Kopf

Köpfe und Figuren bilden eine zentrale Motivgruppe. Sie erscheinen als Projektionsflächen innerer Zustände.

Das Material

Zech arbeitet auf Karton, Holz, Papier, Fundstücken und einfachen Bildträgern.

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Künstlerische Entwicklung

Das Gesamtwerk von Gert Zech (geb. 1937) lässt sich als konsequent aus einem inneren Bedürfnis heraus entwickelte, autodidaktische künstlerische Position beschreiben. Sein Werk steht zwischen individueller Ausdruckskunst, Einflüssen der europäischen Nachkriegsavantgarde und der Nähe zu Konzepten der Art Brut. Trotz äußerer Anregungen bleibt Zechs Kunst in ihrem Kern eine sehr persönliche, aus der eigenen Erfahrung und Wahrnehmung entwickelte Bildsprache, die über Jahrzehnte hinweg in großer Kontinuität und ganz auf sich selbst bezogen verfolgt wurde.

Gert Zech wuchs bei Pflegeeltern auf. Sein Pflegevater betreibt ein Malergeschäft und malt in seiner Freizeit naturalistische Landschaftsbilder. Diese frühen Eindrücke bilden für Gert Zech den ersten Zugang zur Kunst - in diesem Sujet der Landschaften und Naturstudien bleibt er länger als in seinen anderen Themenbereichen dem realen Abbild und einer naturalistischen Malweise verhaftet.

Ab etwa 1952 beginnt Zech autodidaktisch zu malen und orientiert sich zunächst an der Malweise des Pflegevaters und an Bildvorlagen wie Postkarten. Diese Phase ist von einer eher naiven, realistischen Darstellung geprägt. Relativ schnell entwickelt Zech jedoch den Wunsch, sich von dieser „normalen" oder konventionellen Malerei zu lösen. Wie er selbst später formuliert: „Die normale Malerei, so wie jeder malt, das hat mich nicht interessiert."

Eine wichtige Rolle spielt dabei sein intensives Studium von Kunstbüchern. Zech verbringt ganze Tage in Bibliotheken, vor allem in Stuttgart, wo er sich durch Kunstliteratur arbeitet und nach neuen Ausdrucksformen sucht. Diese Begegnungen mit moderner Kunst eröffnen ihm alternative Möglichkeiten des künstlerischen Denkens und führen dazu, dass er sich bewusst von traditionellen Darstellungsformen entfernt.

In diesem Zusammenhang kann Zechs Kunst - der Versuch, aus einem eher handwerklich geprägten Umfeld heraus einen eigenen, unabhängigen künstlerischen Weg zu entwickeln - sowohl als eine Form von innerem Rückzug von einem stupiden Alltag wie zugleich als eine Form von Widerstand oder Ausbruch aus den Prägungen und Gepflogenheiten des eigenen sozialen Umfelds verstanden werden.

In den 1960er und 1970er Jahren setzt sich Zech intensiv mit Strömungen der europäischen Nachkriegskunst auseinander. Besonders prägend sind dabei Einflüsse des Tachismus und Informel, etwa durch Künstler wie Wols, Antoni Tàpies oder Jean Dubuffet.

Von zentraler Bedeutung wird für Zech die Auseinandersetzung mit der Sammlung Dubuffets und dessen Konzept der Art Brut. Dubuffet interessierte sich primär für Kunstformen jenseits des etablierten Kunstbetriebs - Werke von Autodidakten, Außenseitern oder sozial isolierten Menschen, deren Ausdruck nicht durch akademische Konventionen geprägt ist.

Diese Begegnung erweist sich für Zech als entscheidender Impuls - hier fühlt er sich zugehörig. Ab den 1970er Jahren entwickelt er eine deutlich eigenständige Bildsprache, die sich durch einige konstante Merkmale auszeichnet:

  • eine vereinfachte, reduzierte Formensprache
  • intensive Farbigkeit
  • eine starke Rolle der Linie
  • spontane, teilweise automatisierte Arbeitsprozesse: „écriture automatique"

Typisch für Zechs Werk ist eine einfache und zugleich ausdrucksstarke Bildsprache. Viele seiner Arbeiten entwickeln sich aus einer einzigen Linie heraus, die in einem flüssigen Schwung mit Tusche gezogen wird - im Sinne einer „écriture automatique" des Surrealismus.

Arbeitsweise

Zech arbeitet meist in mehreren Schritten: Zunächst entstehen spontane, skizzenhafte Entwürfe ohne Korrekturen. Anschließend überträgt der Künstler diese in einer Vorzeichnung auf ein größeres Format, bevor die entscheidende schwarze Linie in einem einzigen, möglichst fließenden Zug gesetzt wird. Figuren, Köpfe oder Tiere erscheinen dabei meist vor einem einfarbigen Hintergrund, wodurch sie eine starke Präsenz im Bildraum erhalten.

Motivgruppen

Die zentrale Motivgruppe im Gesamtwerk von Gert Zech ist die der Köpfe und Figuren, dazu gesellen sich als weitere Themenbereiche: Tiere und Fabelwesen mit arabesken Formen, pflanzliche und organische Motive sowie ornamentale und scherenschnittartige Kompositionen. Auch Landschaften spielen von Anfang an eine Rolle, sie reichen von klassisch bis stark abstrahiert und erinnern mit ihren einfachen Farbflächen teilweise an Werke von Paul Klee. In den Stadt- und Architekturmotiven dominieren fluchtende Straßen oder Reihungen von Fenstern, Bögen und Säulen. Auffällig ist dabei, dass diese Städte stets menschenleer wirken und trotz vieler Öffnungen einen verschlossenen, beinahe hermetischen Eindruck vermitteln. Daneben schuf Zech auch Stillleben sowie experimentelle Arbeiten mit Collagen, Mosaiken oder pastos aufgetragenen und eingeritzten Farbflächen.

Das Gesamtwerk umfasst hunderte Öl- und Acrylbilder auf verschiedensten Untergründen wie Karton, Holz oder Fundstücken, etwa 6000 Tusche- und Bleistiftzeichnungen sowie zahlreiche Grafiken und einige Plastiken. Die meisten Arbeiten sind kleinformatig. Dies hängt teilweise mit den einfachen Materialien zusammen, die Zech verwendet - Rückseiten von Papieren, Fundstücke oder andere alltägliche Materialien. Diese Praxis entspricht der Haltung der Art Brut, in der einfache oder gefundene Materialien häufig eine wichtige Rolle spielen.

Seit den 1970er Jahren lässt sich eine zunehmende Konzentration auf die Figur beobachten, verbunden mit einer gesteigerten Expressivität der malerischen Mittel. Pastos stehende Linien und gestische Eingriffe durchbrechen die Kontur zunehmend, bis hin zur Deformation der Köpfe, deren Gesichter von linearen Einschreibungen regelrecht durchzogen sind.

Der Kopf erscheint dabei als Schaltzentrale menschlichen Handelns und Erinnerns und wird zur Projektionsfläche für unterschiedliche Gemütszustände. Zechs Köpfe und Figuren sind häufig von Schmerz, Verletzlichkeit und existenzieller Bedrohung durchdrungen: tief durchfurchte Gesichter, fragmentierte Physiognomien, amputierte Gliedmaßen oder Darstellungen von rinnendem Blut verleihen den Arbeiten eine drastische, fast archaische Intensität. Die Linie gewinnt dabei eine eigenständige expressive Qualität - sie ist nicht bloß Umriss, sondern greift in die Form ein, bricht Konturen auf und destabilisiert das Gesamtgefüge. Gerade diese starke Linearität ruft Assoziationen an außereuropäische Bildtraditionen hervor, etwa an afrikanische Masken, in denen das Gesicht durch rituelle Zeichen strukturiert und transformiert wird. Diese Phase markiert eine Verdichtung von Ausdruck und Formauflösung, in der Figuration und Abstraktion eng ineinandergreifen und es ist bezeichnend, dass diese Entwicklung primär im Kontext der Themengruppe Kopf/Figuration vollzogen wird.

Köpfe tauchen in nahezu allen von Zech verwendeten Medien auf - in Zeichnungen, Gemälden, Radierungen, Collagen und Plastiken.

Typisch sind:

  • harte, konturierende Linien
  • Unterteilungen des Gesichts in farbige Felder
  • stark reduzierte anatomische Details

Die Wirkung kann je nach Farbigkeit zwischen düster und expressiv oder heiter und farbintensiv wechseln. Die Köpfe bestimmen mit der Gruppe der „Berühmten Persönlichkeiten", die alle vor dem gleichen blauen Hintergrund gezeigt werden und daher etwas repetitiv und weniger eigenwillig wirken, indem sie sich wieder an Vorlagen orientieren, auch noch das Spätwerk.

Neben diesen oft isolierten Köpfen erscheinen auch Ganzfiguren, die - insbesondere im Bereich der Grafik und Collage - eine eigentümliche Mischung aus volkstümlichen und schamanistischen Elementen aufweisen. Sie wirken wie ursprüngliche Gottheiten oder archaische Idole, teilweise mit Anklängen an altägyptische Formstrenge, zugleich jedoch roh und unmittelbar in ihrer Ausführung.

In den 1980er Jahren erweitert Zech sein Werk im Kontext von Natur- und Landschaftsdarstellungen um eine ausgeprägte materielle Dimension. Viele Arbeiten sind nun wie Assemblagen angelegt: grobe, aufgeklebte Fragmente, die an Keramik oder Spachtelmasse erinnern, strukturieren die Oberfläche. Die Farbpalette ist reduziert - häufig dominieren Blau, Weiß und Grau auf dunklem Grund - wodurch das Spiel von Materialität, Struktur und Negativraum in den Vordergrund tritt. Die Bildflächen wirken fragmentarisch und geologisch, wie Schichtungen oder freigelegte Fundstücke.

Diese Werkphase lässt sich kunsthistorisch in einen Dialog mit Positionen wie Jean Dubuffet, Antoni Tàpies oder Alberto Burri stellen, die ebenfalls mit rohen Materialien, Oberflächenverletzungen und einer Ästhetik des Unperfekten arbeiten. Auch konzeptionelle Parallelen zur Arte Povera sind erkennbar, insbesondere im Einsatz „armer" Materialien und der bewussten Reduktion auf elementare Ausdrucksmittel. Zechs Arbeiten bewegen sich hier im Spannungsfeld von Informel, Art Brut und materialbasierter Kunst.

Ab Mitte der 1980er Jahre entwickelt sich schließlich eine weitere charakteristische Werkgruppe: scherenschnittartige, arabeske und biomorphe Formen, die durch ein intensives Wechselspiel von Positiv- und Negativraum bestimmt sind. Häufig stehen farbige, organisch geschwungene Formen vor weißen Bildgründen, wodurch eine starke visuelle Spannung entsteht. Die Formen wirken körperlich, bisweilen fast anatomisch, zugleich aber auch wie eigenständige Wesen - zwischen Abstraktion und Figuration angesiedelt.

Diese Arbeiten zeichnen sich durch eine reduzierte, oft auf eine dominante Farbe konzentrierte Palette aus. Die sichtbare Pinselstruktur vermittelt Unmittelbarkeit und Spontaneität. Nicht selten werden die Formen durch angedeutete „Augen" belebt und erinnern an Fabeltiere, Traumchimären oder pflanzenartige Kreaturen mit einem Eigenleben. Hier lassen sich Bezüge zu Joan Miró - in einigen grafischen Arbeiten ist die Bezugnahme auf Miró im Farbklang mit klaren Grünfarben und zarten grafischen Linien klar ersichtlich - Kandinsky, Jean Arp oder Matisse erkennen. Ebenso gibt es Parallelen zum Surrealismus insgesamt, der das Unbewusste und Traumhafte als Bildquelle erschließt. Gleichzeitig bleibt eine Nähe zu Paul Klee spürbar, insbesondere in der scheinbar kindlich-naiven Vereinfachung und im sensiblen Gleichgewicht zwischen Abstraktion und gegenständlicher Andeutung.

Insgesamt zeigt sich Zechs Werk als ein vielschichtiges Gefüge, in dem sich expressive Figuration, materielle Experimentierlust und poetisch-surreal anmutende Formfindungen überlagern. Trotz aller stilistischen Vielfalt bleibt eine konstante Grundspannung erhalten: zwischen Körper und Fragment, zwischen Linie und Fläche, zwischen archaischer Präsenz und spielerischer Leichtigkeit.

Schreiben als parallele Ausdrucksform

Seit den 1980er-Jahren entdeckte Zech zusätzlich das Schreiben für sich, vor allem in Form von Gedichten. Für ihn stehen Malen und Schreiben als parallele Ausdrucksformen nebeneinander. Den Prozess des Schreibens beschreibt er ähnlich wie den des Zeichnens als eine Art Automatismus, über dessen Ergebnisse er selbst manchmal erstaunt ist.

Einordnung und Stellung als Außenseiter

Trotz seines umfangreichen Schaffens blieb Zech lange Zeit relativ unbekannt. Zwar wurde er bereits in den 1960er-Jahren Mitglied im baden-württembergischen Kunstverein, doch Ausstellungen und Anerkennung blieben selten. Erst Anfang der 1990er-Jahre wurde der Psychiater und Sammler Manfred in der Beek zufällig auf seine Arbeiten aufmerksam und erwarb mehrere Werke.

Gert Zechs Kunst steht in vieler Hinsicht im Zusammenhang mit der sogenannten Outsider Art. Damit sind Künstlerinnen und Künstler gemeint, die aus unterschiedlichen Gründen außerhalb des etablierten Kunstbetriebs stehen - etwa weil sie autodidaktisch arbeiten oder keinen direkten Zugang zu Institutionen und Kunstmarkt haben. Wie viele Vertreter dieser Kunstform nutzt Zech einfache Materialien und arbeitet oft mit Fundstücken oder ungewöhnlichen Bildträgern. Seine Kunst entsteht nicht primär für einen Markt, sondern aus einem inneren Bedürfnis heraus.

So lässt sich sein Gesamtwerk als eine sehr persönliche, aus dem eigenen Inneren entwickelte Bildwelt verstehen. Trotz äußerer Einflüsse bleibt Zechs Kunst eigenständig und unabhängig. Für ihn ist das künstlerische Arbeiten nicht nur eine Beschäftigung, sondern ein zentraler Lebensinhalt - eine Form des Ausdrucks, die für ihn selbst überlebenswichtig geworden ist.

Auch viele Vertreter der naiven Kunst waren Autodidakten, etwa Henri Rousseau, Séraphine Louis, Camille Bombois oder Louis Vivin. Zech teilt mit ihnen die autodidaktische Arbeitsweise und die Unabhängigkeit von akademischen Normen. Gleichzeitig zeigt sein Werk eine stärkere Orientierung an inneren Bildwelten und spontanen Ausdrucksformen, wie sie auch in der Art Brut eine zentrale Rolle spielen.

Fazit

Das Gesamtwerk von Gert Zech zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Konsequenz und Eigenständigkeit aus. Über Jahrzehnte hinweg entwickelt er ganz aus dem Dialog mit sich selbst eine persönliche Bildsprache, die auf einfachen Formen, intensiven Farben und der unmittelbaren Kraft der Linie basiert. Seine Motive - insbesondere die Köpfe - entstehen aus inneren Zuständen heraus und spiegeln emotionale oder psychische Stimmungen wider.

Trotz geringer öffentlicher Anerkennung bleibt Zech seiner künstlerischen Praxis treu. Sein Werk steht exemplarisch für eine Kunst, die nicht aus institutionellen Strukturen heraus entsteht, sondern aus einem existentiellen Bedürfnis nach Ausdruck. In diesem Sinne wurde Kunst für ihn weniger zu einer beruflichen Tätigkeit als vielmehr zu einer grundlegenden Form der Lebensgestaltung und Lebenserhaltung.

Werkgruppen

Das Werk

Malerei, Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafik und Plastiken bilden ein umfangreiches Werk, das sich über Jahrzehnte entwickelt hat. Im Zentrum stehen Köpfe, Figuren, Tiere, Landschaften und organische Formen - oft getragen von einer starken Linie und intensiver Farbigkeit.

Malerei

Farbintensive Köpfe, Figuren, Landschaften und abstrakte Kompositionen - geprägt von starker Linie und unmittelbarer Ausdruckskraft.

Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafik

Grafische Arbeiten, Aquarelle, Tusche- und Bleistiftzeichnungen sowie Druckgrafiken, in denen Linie, Figur und Wiederholung eine eigene rhythmische Qualität entwickeln.

Plastiken

Plastische Arbeiten und Holzobjekte, die Zechs expressive Bildsprache in den Raum übersetzen.

Hinweis: Die hier gezeigten Arbeiten bilden eine kuratierte Auswahl. Das vollständige Werk wird im Werkverzeichnis dokumentiert.

Dokumentation

Das Werkverzeichnis

Nach umfangreicher Erfassung, Fotodokumentation und kunsthistorischer Bearbeitung liegt nun das Werkverzeichnis von Gert Zech vor. Es dokumentiert rund 1.400 Gemälde sowie eine Auswahl von Zeichnungen, Aquarellen, Druckgrafiken und Plastiken und macht ein lange verborgenes Werk erstmals systematisch zugänglich.

Film

Gert Zech: Ein künstlerisches Portrait

ARTTRD

Werke über ARTTRD erwerben

Ausgewählte Arbeiten von Gert Zech werden über ARTTRD zum Erwerb vorgestellt. Dort finden Sie verfügbare Werke, Informationen zu aktuellen Angeboten und die Möglichkeit, direkte Anfragen zu einzelnen Arbeiten oder zum Werkverzeichnis zu stellen.

Betreuung des Nachlasses

Der Nachlass Gert Zech wird betreut von Oskar Kampik, Kunstberater in Berlin, spezialisiert auf Künstlernachlässe, Sammlungs- und Museumsauflösungen. Er verantwortet das Werkverzeichnis, die konzeptionelle Aufarbeitung und die Weiterentwicklung des Nachlasses.

Anfragen zu Werken aus dem Nachlass: Oskar Kampik · post@oskar-kampik.com